Reisebericht 19.01.2016

Christian und die Leidenschaft für Schnepfen.

......nur mit ruhiger Stimmlage und mit Handzeichen, ehe diese in ruhigem Tempo das Gebüsch des Bachlaufs absuchen. Die beiden Jäger die ich begleite, Jack und Christian aus Frankreich, kommen seit über 20 Jahren jedes Jahr hierher. Beide flankieren die stöbernden Hunde, der eine etwa 20 Meter weiter vorne, der andere etwa 20 Meter zurück und Donal und ich in der Mitte auf Höhe der Hunde. Plötzlich ertönt ein heller, lauter Ton der sich ständig wiederholt, ausgehend vom Vorstehhalsband eines der Pointer! Die Hündin im Alter von 5 Jahren steht vor……
Donal dirigiert den zweiten Pointer, einen jungen Rüden von 2,5 Jahren, mit dem Kommando „ Right beside her“ zu der Stelle und kurze Zeit später steht dieser rechts daneben vor und es ertönt auch das zweite Halsband, das einen Ton absondert, wenn der Hund vorsteht!
.......“Quick, just try to get a picture from the Woodcook“ und schubst mich in die Richtung! Ich pirsche langsam zu der Stelle wo die beiden Hunde vorstehen, doch sehe ich noch nichts. Angestrengt starre ich in den Busch und bewege mich dabei im Zeitlupentempo, doch dort wo die Hunde hindeuten ist nichts zu sehen. Ich steige mit meinem linken Bein über die vorstehende Hündin und fasse mit der rechten Hand auf deren Rücken, doch die steht so bombenfest und rührt keine Faser ihres Körpers. Mein Blick schweift etwas nach rechts von der Stelle wo die Hunde hindeuten und dann entdecke ich sie!

Das sitzt die Schnepfe

Da sitzt die Schnepfe etwa 1 Meter von der Stelle entfernt wo die Hunde stehen und versuchte sich bevor die Hunde sie fanden mit diesem Manöver vor Ihnen zu retten! Ich nehme langsam die Kamera zur Hand und versuche durch die ganzen Äste, die Schnepfe zu fokussieren und die richtige Blende zu finden. Doch das ist gar nicht so einfach. Mein Herz schlägt höher, denn ich kenne niemanden der das Vergnügen hatte sich auf ca. 1 Meter an eine Schnepfe heranzupirschen und diese zu fotografieren. Ein perfektes Bild, zumindest unter den Gegebenheiten! Ich schaue nach draußen und sehe wie sich Jack und Christian in Position befinden. Ich spreche zu Donal, dass meine Aufnahme im Sack ist! Er ruft fragend an alle gerichtet „ is everbody ready“ ? Dreimal erklingt ein „okay“….

.....und beide Hunde, die eben noch als Salzsäulen keine 40 Zentimeter entfernt bzw. unter mir standen, springen wie von der Tarantel gestochen nach vorne! Die Schnepfe geht hoch und steigt flach, mittig zwischen den beiden Schützen ab. Wie ein Knall, ertönen die beiden Schüsse der Schützen und der Vogel fällt zu Boden. Sofort ist die Hündin dort und apportiert die erlegt Schnepfe! Donal nimmt Sie aus und überreicht sie Christian, der in Einigung mit Jack wohl der Erleger war, und dieser nimmt sie stolz entgegen, streicht ihr andächtig über das Gefieder und murmelt irgendetwas auf Französisch. Der Mine nach zu urteilen entschuldigt er sich andächtig bei dem Tier…… Auch wenn dieser in seinem Leben unzählige Schnepfen geschossen hat, so ist jede für ihn etwas ganz wundervolles und ein einzigartiges Erlebnis, wie für mich mein geschossenes Bild“

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